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Anaerob-/Biogastechnik
Anaerob-/Biogastechnik

Durch die weltweit steigenden Preis für primäre Energieträger wie Erdöl und Erdgas wird die Gewinnung von erneuerbaren Energien insbesondere aus Reststoffen zunehmend wirtschaftlich interessant. Die Hauptschwierigkeiten der Abfallverwertung in Biogasanlagen haben zwei Ursachen:

  1. Organische Abfälle enthalten immer Störstoffe z.B. Plastik, Glas, Metall, die in der Verfahrenstechnik Probleme verursachen und 
  2. die Stabilität des biologischen Prozesses kann aufgrund einseitiger Stoffzusammensetzung gefährdet sein. 

Für beide Problembereiche bietet Fitec Lösungen an. Die von Fitec entwickelte Aufbereitungstechnik löst das Problem der Störstoffe unabhängig von der Art des eingesetzten Substrates. Die Stabilität der biochemischen Prozesse wird mit der Simulationssoftware BioTip in einer 180-Tage-Vorschau beurteilt und falls erforderlich Ergänzungen in der Substratzusammensetzung vorgenommen.

Das Fitec-Verfahren zur aneroben Bioabfallverwertung setzt sich aus zwei Aufbereitungsschritten für die Bioabfälle zusammen.

 

1. Im ersten Schritt (Konditionierung) werden die Abfallstoffe zerkleinert und mit Kreislaufwasser auf einen mittleren Trockensubstanzgehalt (TS-Gehalt) von < 25 % angemischt. Anschließend erfolgt die erste Abtrennung von Störstoffen (ca. 80 %). Die Störstoffe werden in einer Rohrleitung zur zweiten Trennstufe weitergefördert und dabei auf eine Temperatur über 70° C erhitzt. Dort werden in einer zweiten Trennstufe die durch die Erhitzung flüssigen bis pastösen Bestandteile abgetrennt. Die verbleibenden Störstoffe haben einen TS-Gehalt > 50 % und können beispielsweise kompostiert, getrocknet oder direkt entsorgt werden.

Die flüssigen / pastösen Bestandteile werden in einem Doppelrohrwärmetauscher hygienisiert 
(1 Stunde bei 70° C) und in die Fermenter verteilt. In den Fermentern entsteht Biogas, das zur Strom und Wärmeerzeugung in einem Blockheizkraftwerk verwendet wird. Der im Fermenter verbleibende Gärrest kann als Flüssigdünger eingesetzt werden. Alternativ kann er einer Fest-Flüssig-Trennung unterzogen werden, wobei der Feststoff nachkompostiert und als Kompost vermarktbar ist. Das Zentratwasser wird über eine Wasseraufbereitung (beispielsweise SBR-Kläranlage) gereinigt.

2. Der zweite Schritt der Störstoffabtrennung erfolgt kontinuierlich im Fermenter. Aufgrund des biologischen Abbaus sedimentieren Feststoffe wie Bruchstücke von Eierschalen und Glas, Knochensplitter etc. auf dem Fermenterboden. Diese werden mit dem Fitec-Bodenräumer ausgetragen, d.h. der Fermenterboden wird regelmäßig gereinigt. Aufschwimmende Stoffe wie Plastikstücke, Korkenreste oder Ähnliches werden über den Fitec-Leichtstoffskimmer erfasst und aus dem Fermenter ausgetragen.

Eine Akkumulation von Störstoffen in den Fermentern ist dadurch unmöglich, so dass die dauerhafte Funktion sicher gestellt ist und das System langfristig ohne Unterbrechungen arbeitet. 

 

Der Weg von der Anlieferung bis Aufbereitung (PDF)

 

[Bioabfallverwertung, der Weg von der Anlieferung bis Aufbereitung] PDF-Datei

 

 
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